Tarifa - 15 Kilometer bis nach Afrika ...



Mittwoch 28. April bis Samstag, 1. Mai 2004

Der südlichste Punkt des europäischen Festlandes ist erreicht

Klaus:
Auf den Tag genau sind wir nun fünf Wochen unterwegs - länger als je zuvor einer unserer gemeinsamen Urlaube gedauert hat. Keinen Tag haben wir bisher unsere Entscheidung bedauert und zwischen uns beiden herrscht immer noch Hochstimmung - es ist einfach wunderschön, wenn man 24 Stunden des Tages gemeinsam verbringen kann. Wir erleben so vieles zusammen und sitzen häufig abends am Tisch und tauschen uns noch einmal über die Erlebnisse des Tages aus - lachen gemeinsam, diskutieren und machen Pläne für den nächsten Tag.

Mit der Ankunft in Tarifa erhalten wir auch die erfreuliche SMS aus der Heimat, dass unsere Steuerrückerstattung endlich eingetroffen ist (interessant, dass das Finanzamt für die Rückerstattung fast 10 Wochen gebraucht hat - bei Nachzahlungen geht das meistens innerhalb von 3 Tagen) und können nun unbeschwert die Fortsetzung des Projektes 2004 angehen.

Der heutige Tage weckt uns bereits mit trübem Wetter und statt der 28 Grad vom Vortag hat es nur noch 16 Grad. Kurz nachdem wir den Naturpark von Cazorla verlassen, setzt dann auch noch heftiger Regen ein, der uns fast die gesamten 500 Kilometer bis hinunter nach Tarifa begleitet.

Nun haben wir den südlichsten Punkt des europäischen Festlandes erreicht (nur die Inseln Malta und Kreta liegen weiter südlich). Ein starker Wind bläst , wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft. Hunderte von Windrädern auf den Hügeln zeugen davon, dass hier der Wind keine Zufallserscheinung ist, sondern dieser Ort zu Recht ein Surfparadies ist. Von unserem Campingplatz aus, können wir durch unser Busfenster hinüber ans afrikanische Ufer schauen. Gerade mal 15 Kilometer sind es bis Marokko - dazwischen nur die aufgewühlte See und viele große und kleine Schiffe, die hier die Meerenge von Gibraltar passieren. Ein Sixpack San Miguel lässt uns friedlich einschlummern und in der stürmischen Nacht von der Fortsetzung unseres Projektes träumen.

Petra:
Wir hängen noch zwei faule Tage an. In Sevilla, unserem nächsten Ziel, ist zur Zeit große Feria und wir fürchten, dass der Campingplatz voll sein wird. So genießen wir die Sonne und Klaus zieht mit seinem Liegestuhl direkt vor den windgeschützten Strandeingang, um stundenlang und ungestört nach Afrika schauen zu können ...


Klaus mit direktem Blick auf Afrika


Campingplatz "Rio Jara" in Tarifa mit Blick auf Afrika


Immer der Beschilderung folgen


Stürmischer Strand ...


... und aufgewühlte See



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