Toledo und die Windmühlen der La Mancha ... ...



Donnerstag, 22. bis Montag, 26. April 2004
Urlaub in Toledo

Petra:
Da wir (bzw. Klaus) in Madrid nach bereits einem Tag Sight-seeing keine Lust mehr hat, beschließen wir, uns auch die Route über Segovia und Salamanca zu schenken und fahren nach dem Frühstück direkt ins benachbarte Toledo.

Bereits um 12:00 Uhr können wir den tollen Campingplatz in Toledo beziehen, was nach dem schrecklichen Platz in Madrid schon der erste Lichtblick an diesem Tag ist. Gemütlich machen wir in der Mittagssonne eine Kaffee- und Lesepause und fahren die knapp 2 km mit den Fahrrädern in die Altstadt von Toledo - völlig entspannt und ohne Reiseführer bummeln wir mal hier und mal dorthin, besichtigen eine Synagoge und kommen auch so an allen Sehenswürdigkeiten dieses Ortes vorbei, ohne diese Punkt für Punkt im Reiseführer abhaken zu müssen. Herrlich!

Da das Wetter das erste Mal so ist, dass wir einen Grillabend ins Auge fassen können, suchen wir eine Metzgerei oder einen Supermarkt, was in der Altstadt aber zu keinem Ergebnis führt - die Metzgerei macht erst um 17:30 Uhr wieder auf und einen Supermarkt gibt es hier nicht. Egal, wir radeln zurück und genießen kurzentschlossen bei einem Gläschen Wein die im Campingshop schnell besorgten Tapas - Chips! Aus dem Gläschen wird gleich die ganze Flasche - gut dass wir für das Abendessen vorausschauend eine zweite kaltgestellt haben!

In ausgelassener Stimmung bereiten wir das - wie immer - vorzügliche Abendessen vor, das wir uns in der  Abendsonne schmecken lassen. Da es so urgemütlich heute ist, raucht Klaus zum Abschluss dieses herrlichen Tages seine Zigarre! Recht früh gehen an diesem Abend die Gardinchen im Bus zu ... 

... und am nächsten Morgen dafür sehr spät wieder auf. Klaus hat mir nämlich heute meinen Ausschlaftag gegönnt! Bei strahlendem Sonnenschein, wolkenlosem Himmel legen wir bis nachmittags einen Urlaubstag mit Nichtstun und Sonnen ein. Dann versuchen wir erneut, Grillkoteletts zu bekommen. Auf der Suche nach einem Supermarkt lernen wir auch die Neustadt von Toledo kennen, um dann nur einen mickrigen Supermarkt zu finden, der gar kein Fleisch im Angebot hat. Da auch heute die Metzgerei erst wieder ab 17:30 Uhr geöffnet hat, gehen wir endlich mal wieder essen und erleben Toledo "bei Nacht!"

Es scheint, dass sich endlich ein Hochdruckgebiet über Spanien festgesetzt hat. Wir verlängern unseren Aufenthalt um einen weiteren Tag und lassen uns in der Sonne bräunen - oder besser - braten. Da wir inzwischen mit den hiesigen Öffnungszeiten vertraut sind, schaffen wir es sogar, uns zwei dicke Grillsteaks zu kaufen und läuten am Abend die Grillsaison für dieses Jahr ein. 

Auch am Sonntag beschließen wir, einen weiteren faulen Tag hier zu verbringen, Frühstücken ausgiebig in der ersten Sonne und joggen danach für 1,5 Stunden am río Tajo, unterhalb der alten Stadtmauer Toledos entlang, bis wir die Altstadt zur Hälfte umrundet haben, dann noch die Anhöhe gegenüber bis zu dem kleinen Glockenturm hinauf, der uns immer unsere Stunde schlägt. Die Temperaturen erreichen Rekordhöhen und am Nachmittag kann man es nur noch im Schatten aushalten - sensationell, wie schnell hier der Wetterumschwung kam. Klaus beweist einmal mehr, dass er doch ein hervorragender Mechaniker ist, er repariert mal schnell die Beifahrertür und beseitigt das unerträgliche Quitschen während der Fahrt bei der Schiebetür. Bis dato waren wir nämlich immer mit einem laut quitschenden Gefährt unterwegs. Man glaubt gar nicht, wie laut ein Auto, das vor gerade einmal 3,5 Jahren ein Vermögen gekostet hat, während der Fahrt sein kann. Aber Super-Klaus hat zwei von drei Quitsch-Quellen beseitigt, so dass wir vorerst wieder ruhig durch die Weltgeschichte düsen können. Habe ich schon erwähnt, dass unsere Wasserpumpe inzwischen wieder funktioniert. Super-Klaus hatte bei der Reparatur mit der Wasserpumpe auch den Wasserhahn verstellt, seitdem wird er häufig etwas gedreht. Dies bekommt ihm ausgesprochen gut, seitdem funktioniert er wieder (quod erad demonstrandum: das Problem liegt beim Wasserhahn!)

Am Montag, nach vier super erholsamen und urgemütlichen "Urlaubs"-Tagen in Toledo, brechen wir auf zu unserem nächsten Ziel. Da ich unbedingt den Bus auf dem tierischen engen Campingplatz zum Ausgang fahren muss, nehme ich - ungeschickt wie ich manchmal sein kann, auch noch eine Hecke mit und sorge für die nächste Macke an unserem Bus. Wer weiß, was noch alles in den nächsten Wochen hinzukommt ... Unterwegs auf dem Weg durch die La Mancha folgen wir den Spuren Don Quichottes und kraxeln zu den Windmühlen bei Consuegra.  

Nun fehlt nur noch ein großer Supermercado zu unserem Glück, damit wir unsere Vorräte auffüllen können. Sieben gefüllte Einkaufstüten verstauen wir in unseren Bus. Es ist immer wieder erstaunlich, was dort alles rein passt. Aber wir wollen ja auch für die nächsten Tage autark sein, da wir im Nationalpark keine Einkaufsmöglichkeiten haben werden.

Fortsetzung siehe nächster Reisebericht ...


Campingplatz "El Greco" in Toledo
www.campingelgreco.ya.st


Toledo - herrlich gelegen am Río Tajo


Die Altstadt ist komplett erhalten, innerhalb der alten Stadtmauern schön gelegen - allein die Lage lohnt einen Besuch!


Gutgelaunt beim Abendessen


Zur Feier des herrlichen Tages



Die Grillsaison ist eröffnet!


Don Klausius beim Kampf mit der Windmühle


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