Die Nordwestküste Floridas entlang ...



Freitag, 19. November 2004

Unter Krokodilen und Gürteltieren


Durch den Wakulla Springs State Park ...


... vorbei an herrlichen Wasservögeln ...


... und Krokodilen ...


... immer durch den Swamp


ein hässliches Gürteltier

Petra:
Wir fahren in den Wakulla Springs State Park. Hier befindet sich eine der größten Süßwasserquellen der Welt, die 2,6 Millionen Liter pro Minute (!) in das Becken pumpt. Wir buchen uns auf ein kleines Ausflugsschiff ein, das uns durch den Swamp fährt. Neben unzähligen großen Wasservögeln - einer schöner als der andere - sehen wir hier die ersten Krokodile, schwer auszumachen, da man meistens nur die Augen und einen kleinen Teil vom Rücken sehen kann. Aber am interessantesten sind die Vögel, Ibis, blauer Heron, ein vorwitzigen Kormoran und viele viele andere, deren Namen ich natürlich sofort wieder vergesse - ich beschließe auf der Stelle, ab jetzt ein Vogelliebhaber zu werden...

Nach unserer traditionellen Köffchenpause - diesmal noch in den wie überall nett angelegten Picknickplätzen im State Park - fahren wir weiter bis zum Manatee Spring State Park. Auch hier handelt es sich um eine Süßwasserquelle, die den Suwannee River speist und bei den Seekühen - den Manatees, die dem Park ihren Namen gaben - sehr beliebt ist. Durch das warme Wasser kommen sie hier häufig zum Überwintern hin. Wir beziehen mal wieder einen großzügigen Platz auf dem Campground und wandern am frühen Abend ein wenig entlang der Quelle und dem Fluss. Hier treffen wir auf das erste Gürteltier, das sich geräuschvoll etwas zu fressen sucht. Als wir dann auf unserem Platz kochen, läuft ein weiteres Gürteltier ständig hin und her, um nach Nahrung zu suchen. Dabei macht es einen unglaublichen Lärm und verlangt Klaus, dem begeisterten Tierfotografen, mal wieder alles ab. 

In der Nacht fängt es an zu regnen, aber wir liegen gemütlich in unserem Bett und lassen uns dadurch nicht weiter stören.


Manatee Spring State Park Campground
Freitag, 19. November 2004



Manatee Spring

Samstag, 20. November 2004

Zu Gast bei den Seekühen

Petra:
So langsam haben wir fast alle Tiere in der freien Wildnis gesehen, die hier in den Staaten zu sehen sind. Uns fehlen aber noch die Seekühe - die Manatees! Bei strömendem Regen verlassen wir den Campingplatz, haben aber mal wieder Glück mit dem Wetter: es klart auf und als wir den Homosassa Spring Wildlife Park erreichen, lacht uns wieder die Sonne an! Mit einem Boot werden wir vorbei an den sich sonnenden Schildkröten den Fluss durch dichten Wald hindurch zum Haupteingang gebracht. So langsam werde ich immer mehr zum Vogelliebhaber - wieder können wir die großen Wasservögel direkt aus der Nähe beobachten. Sogar eine Eule entdecken wir oben auf einem Ast. Im Park angekommen, werden gerade die Seekühe gefüttert und wir können vier oder fünf der Riesenexemplare bewundern. Wie immer ist der State Park herrlich angelegt, in einem Unterwasserobservatorium können wir die Manatees auch unter Wasser beobachten und danach schlendern wir entlang des angelegten Pfades vorbei an den faulen Aliligatoren, die in der Sonne liegen, dem nimmersatten Nilpferd, beobachten Vögel, Adler, schauen dem Schwarzbären und den Wildkatzen beim Schlafen zu und lassen uns von den Ottern begeistern. In diesem Park werden hauptsächlich verletzte Tiere gepflegt - alles Tiere, die in Florida beheimatet sind. 

Hier an der Westküste in der nördlichen Hälfte Floridas soll es die schönsten Strände geben. Das stellt für uns kein Problem dar: Fahren wir einfach weiter Richtung Clearwater Beaches und suchen mal wieder einen Campingplatz. Nach einigem vergeblichen Suchen holen wir unseren bewährten KOA-Führer heraus und fahren nach St. Petersburg. Der Platz besticht durch einen überaus blöden Angestellten und ein unglaubliches Preisniveau. Aber egal, es wird dunkel, wir sind froh, etwas zu haben. Nach dem Abendessen lernen wir unseren Nachbarn Marty bei einem Schwätzchen kennen, der - völlig untypisch - mit einem winzigen Wohnwagen unterwegs ist. Er erstaunt uns durch seine detaillierten Kenntnisse über die deutschen Wirtschaft, Probleme und Land und Leute. Auch den Problemen im eigenen Land steht er sehr kritisch gegenüber. 


St. Petersburg Madeira Beach Resort KOA
www.stpetersburgkoa.com
Samstag, 20. November 2004


mit dem Schiff zum Haupteingang


wie immer ein herrlich angelegter State Park


Klaus mit einer Seekuh !


Alligatoren - und wenn das Sönnchen scheint!

Sonntag, 21. bis Mittwoch, 24. November 2004

In der griechischen Metropole Tarpon Springs


Schwammtaucher in Tarpon Spring


Abkühlung im November

Petra:
Wir liegen faul am Madeira Beach, kühlen uns im Meer ab, hören Diskman und lesen. Endlich können wir hier in  Florida einmal einige Tage den Strandurlaub machen, den wir uns bereits ab Spanien vorgestellt haben. 

Für die nächsten vier Tage ziehen wir auf den viel schöneren KOA in Tarpon Springs um. Hier lassen wir nun die letzten zwei Maschinen Wäsche laufen, bis es wieder nach Hause geht! Die Stadt ist in den zwanziger Jahren von griechischen Schwammtauchern geprägt worden, heute findet man überall griechische Restaurants, Läden und Straßen, die griechische Fahne weht an den Häusern und man hört griechische Musik aus den Autoradios. Daneben liegt das Städtchen an einigen Meeresarmen herrlich angelegt, es ist ein großer Park vorhanden mit wunderschönen Picknickplätzen und der kleine aber feine Strand lädt uns jeden Tag ein, faul in der Sonne zu liegen und täglich die Delfine zu beobachten, die wenige Meter an der Küste vorbei schwimmen. Das Beste an diesen vier faulen Tagen ist das griechische Abendessen mit Gyros und Tzatziki (für mich) und Octopus für Klaus - und zwar so, wie man es kennt und nicht von Amis verschandelt. Meine Güte, ist das mal wieder lecker...


Clearwater/Tarpon Springs KOA
Sonntag, 21. bis Mittwoch, 24. November 2004


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