Lake Michigan ...



Donnerstag, 15. Juli und Freitag, 16. Juli 2004

Im Luxus schwelgend beenden wir das verflixte 7. Jahr

Petra:
Seit gestern bin ich krank, nicht wirklich - aber meine Mückenstiche sind so schlimm, dass ich mich elendig fühle. Dazu kommt erschwerend mein Ellbogen, der immer noch schmerzt. Kurz - mir geht es schlecht. Das drückt natürlich die Stimmung. Den ganzen Tag habe ich eine Panik, das auf dem nächsten Campingplatz wieder eine Mückenhölle auf uns wartet. Ich bin froh, wenn die zur Zeit vorhandenen Stiche besser werden und könnte neue nervlich nicht vertragen. 

Da trifft es sich, dass wir auf unserer Route zu den Sleeping Bear Dunes National Lakeshore durch den schönen Touri- Ort Charlevoix kommen, der genau zwischen dem Lake Michigan und dem Lake Charlevoix liegt, die durch den Round Lake verbunden sind. Und genau dort befindet sich ein wunderschönes Hotel, von dessen Balkon man einen herrlichen Blick auf den Hafen hat.

Weil Klaus mich nicht traurig sehen kann, schlägt er vor, einige Nächte in diesem Luxushotel zu verbringen, um Körper und Seele zu pflegen. So ziehen wir unseren Hochzeitstag einfach um 2 Tage vor und schenken uns zwei Nächte in diesem super tollen Hotel. Uns erwartet ein 2-Zimmer Suite mit Balkon und Blick auf den Hafen und voll eingerichteter Küche. Schnell besorgen wir uns noch etwas zum Anstoßen und genießen ein romantisches Abendessen auf dem Balkon. 

Am Morgen frühstücken wir in der Sonne, bevor sich der Himmel bewölkt und es zu regnen anfängt. Aber egal, im Swimming- und Whirlpool sowie in der Sauna relaxen wir, bevor wir zu einem kleinen Einkaufsbummel losziehen. Urlaub vom Bus - auch mal schön! Unser Fernsehkonsum schließt sogar die Tour de France live ein, Ullrich bereits mit 3,5 Minuten Rückstand, na - das wird wohl nichts!


60 statt der gewohnten 4qm Wohnfläche


Camping "Bell`s Point Beach" in Sault St. Marie, Kanada
www.campgrounds.org/bellspoint
Mittwoch, 14. Juli 2004


Unserer Suite im Edgewater Inn mit Ausblick auf den Round Lake von Charlevoix
www.edgewater-charlevoix.com
Donnerstag, 15. und Freitag, 16. Juli 2004


Was geht's uns gut! (mit einem Sixpack MGD und bei einer Flasche Wein ...)


Frühstück ohne Mücken - nach Killarney eine Wohltat!


Samstag, 17. Juli bis Montag, 19. Juli 2004

Die höchsten Sanddünen der Welt außerhalb der Sahara


Die riesigen Sanddünen im Sleeping Bear Dunes National Lakeshore

 
Über uns der Himmel bzw. unter uns der Lake Michigan - ansonsten nur Sand, Sand, Sand


Empire Township Campground
Samstag, 17. Juli 2004
(kein Wunder, dass es für diesen Platz keine Homepage gibt. Was wollen sie auch schon zeigen? Das einzige Klo oder den einzelnen Wasserhahn auf der Wiese - ein Waschbecken sucht man hier vergebens.)


Das offizielle Foto zum Hochzeitstag 2004!


KOA-Camping Traverse City South
www.traversecitykoa.com
Sonntag, 18. Juli 2004


Holzhacken für das abendliche Lagerfeuer


KOA-Camping Petoskey RV & Cabin Resort
www.petoskeykoa.com
Montag, 19. Juli 2004

Klaus:
Welche Gegensätze, die letzten zwei Tage noch im Luxushotel und jetzt stehen wir auf einem Campingplatz im Wald, der bei 60 Plätzen über genau eine Toilette, drei Duschen und einem einzelnen Wasserhahn mitten auf der Wiese aus der Erde herausragt. Aber - hier könnten wir für das gleiche Geld fast 50 Nächte campieren!

Wieder einmal lernen wir sehr nette Leute kennen: Kimberley und Jeff mit ihren drei Kindern, die hier für eine Woche Urlaub machen. Wir werden mit Kuchen zum Abend und zum Frühstück verwöhnt, sitzen abends gemeinsam am Lagerfeuer und lernen von den Kids, wie man richtig Marshmallows röstet. Überhaupt kommen wir hier sehr viel mit Leuten ins Gespräch. Meistens sprechen sie uns wegen unserer Nummernschilder an, die sie nicht einordnen können. Sehr häufig - gerade auch in Kanada - lernen wir deutsche Auswanderer kennen, von denen wir schon den ein oder anderen Tipp für unsere Tour erhalten und Interessantes über hiesige Kultur und Lebensweise erfahren haben.

Ganz fasziniert sind wir von unserem heutigen Naturwunder: Die Sleeping Bear Dunes National Lakeshore. Es handelt sich dabei um riesige Sanddünen, die aus dem Lake Michigan emporsteigen und Gletschermassen zu verdanken sind, die den Sand im Laufe von Jahrmillionen abgelagert haben. Bis zu 140 m hoch sind die Sandberge, die wir erklimmen. Zwar eine recht anstrengende Angelegenheit beim Aufstieg, dafür aber umso spaßiger, wenn man innerhalb von fünf Sekunden einen solchen Berg im Schuss wieder heruntersprintet. Über zwei Stunden sind wir auf einer Tour unterwegs, steigen bergauf und bergab -
ohne Schuhe, denn die brauchen wir hier nicht.

Unseren Hochzeitstag am 18. Juli verbringen wir dann mit einem Urlaubstag am schönen Sandstrand von Traverse City. Wie herrlich, den ganzen Tag nur in der Sonne liegen, mal im See schwimmen gehen, viel lesen, Discman hören, Chips und Kekse futtern - einfach nur die Seele und die Beine baumeln lassen! Nun haben wir also bereits sieben Ehejahre hinter uns und sind seit 18 Jahren ein Paar - für mich das schönste Geschenk im Leben. Und die Krönung des Ganzen ist, dass wir in diesem Jahr fast jede Minute gemeinsam verbringen können.

In Amerika sind doch etwas anders dimensionierte Wohnmobile unterwegs:




Ganz richtig, das Auto hängt noch hinten dran und wird gezogen!


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