Las Vegas und Death Valley  ...



Sonntag, 26. September bis Freitag, 1. Oktober 2004

Nichts geht mehr!


Petra:
Wir tauchen ein in eine neue Welt. 

Wir frühstücken im New York und Paris, stehen am Fuße der Freiheitsstatue, schlendern über die Rialto-Brücke im Venetien, gönnen uns ein Edelabendessen mit Blick auf den Canale Grande und bummeln über den Markusplatz, tauchen ein in das historische römische Reich in Cesar´s Palace, schauen kurz im Monte Carlo vorbei und lassen uns von 1001 Nacht im Aladdin verzaubern. Daneben leben wir wie König Artus und staunen über die Sphinx und die Löwengalerie im Luxor, während wir wie die alten Pharaoen in der Pyramide liegen - glücklicherweise quicklebendig!  Kurz gesagt - wir sind in Las Vegas! Die größte Show der Welt hat uns in ihrem Bann. 

Alles, was man sich je vorgestellt hat, wird hier übertroffen. Die Hotels sind wahre Wunderwerke - wo sonst kann man eine Gondelfahrt über den Canale Grande im Hotel erleben? Wo kann man durch Greenwich, Little Italy, vorbei am Central Park und Chinatown gehen, wenn man sich nicht in New York aufhält? Wo sieht man den Eiffelturm, geht vorbei an der Pariser Oper, sitzt in einem netten französischen Viertel bei einem Baguette, wenn nicht in Paris? Wo steht man in einer Pyramide, geht an der Löwengalerie von Luxor vorbei und kann das Grab von Tut-Ench-Amun besichtigen? - Klar - das gibt es nur in Las Vegas.

Wir sind gefangen von den vielen Eindrücken. Daneben gibt es überall riesige Spielcasinos und die Glitzerwelt mit ihren Hintergrundgeräuschen rauben einem den Atem. Tausende Spielapparate, Black Jack, Roulette, Poker und die unglaublichsten Spiele - z. B. Kamelrennen per Automaten - das Dargebotene übertrifft jede Vorstellungskraft!

Klar, dass wir uns dem nicht entziehen können. Am dritten Tag steigen wir in das Geschehen ein, nachdem wir uns zwei Tage in den Spielcasinos kundig getan haben. Jeder von uns bekommt ein Startkapital von 50 Dollar und dann stürzen wir uns rein ins Spielvergnügen. Bei Roulette habe ich schnell meine gewechselten 20 Dollar verspielt, muss noch weitere 10 Dollar tauschen, um überhaupt noch einen Einsatz machen zu können und habe Glück, dass ich mit meinen zurückgewonnen 30 Dollar zum Black Jack wechseln kann. Klaus ist weniger erfolgreich und verspielt 40 Dollar beim Roulette, 2 Dollar bei den einarmigen Banditen und ist dann geheilt. Während ich mich mit meinen 30 Dollar völlig begeistert ins Black Jack stürze und auch 1,5 Stunden durchhalte, dann ist auch mein Geld weg. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Am nächsten Tag setze ich die restlichen Dollar auf Schwarz und gewinne wieder 20 Dollar zurück, die ich allerdings wieder begeistert beim Black Jack verspiele - unterm Strich kostet es mich 28 Dollar - aber der Spaß ist es auf jeden Fall wert!!!! Ich könnte stundenlang spielen, aber wir brauchen das Geld schließlich noch für unsere weitere Tour - denn eins ist klar - letzten Endes ist das eingesetzte Geld weg!

Langweilig kann es aber in Las Vegas nie werden. Dazu kommt, dass uns an unserem ersten Abend Matthias und Sabine über die Füße laufen, die wir am Lake Powell kennen gelernt haben. Wir verbringen einen lustigen Abend beim All-You-Can-Eat Buffett (wie fast jeden Abend) und schlendern noch gemeinsam über den abendlichen Strip - an dieser Stelle ganz herzliche Grüße nach Frankenwinheim!

Wir leben fünf Tage und Nächte wie die Könige - im wahrsten Sinne des Wortes. Die ersten Nächte sind wir im Excalibur, eine Ritterburg zu Zeiten von König Artus und die letzten Tage schlafen wir in der Pyramide des Hotels Luxor und schlürfen dort unter Palmen und im Schatten der Pyramide am eiskalten Pool leckere Cocktails. Abends schlagen wir uns die Bäuche beim All-You-Can-Eat Buffet voll oder genießen einen Abend ein Luxusmenu im Zefferino mit Blick auf den Canale Grande. So gut haben wir seit Monaten nicht mehr gelebt und wir genießen den Luxus (für kleines Geld !) und den Trubel in vollen Zügen.

Unser Bus steht die ganze Zeit in der Hotelgarage und kann sich auch einmal von allen Reisestrapazen erholen. Trotz der verhältnismäßig langen Aufenthaltsdauer von fünf Tagen haben wir noch lange nicht alles gesehen und hätten es auch noch den einen oder anderen Tag ausgehalten. 

Wenn man etwas wirklich unglaubliches erleben möchte, sollte man nach Las Vegas fliegen!


New York, New York


Excalibur - unser Hotel für die ersten drei Nächte
www.excaliburcasino.com


da kann man nicht widerstehen ...


Gondelfahren auf dem Canale Grande im Hotel Venetien


Wasserballet am Bellagio


Frühstück in New York


Der Eingang zum Hotel Luxor - unser zweites Hotel
www.luxor.com


Poollandschaft im Schatten der Pyramide
Urlaub - da schmeckt die kalte Margarita besonders gut!


Freitag & Samstag, 1. & 2. Oktober 2004

Wenn die Kojoten heulen in der Nacht


Klaus:
Tja, Las Vegas hat unsere Reisekasse nun leider doch nicht aufgefüllt, so dass uns wohl nichts anderes übrig bleibt, als in den nächsten Wochen und Monaten wieder auf Campingplätze umzusteigen. Ade, ihr schönen Luxushotels.

Dabei vermisse ich so spontan eigentlich nur die Klimaanlage. Nach einem ordentlichem Großeinkauf  bei Wal Mart und einem Kurzaufenthalt am Flughafen von Las Vegas (wo wir uns leider vergeblich um unseren Rückflug nach Deutschland kümmern wollten), zieht es uns erst einmal wieder an den Lake Mead, um unseren Campground für die Nacht zu beziehen. Mmh, wie lecker schmeckt doch am Abend das frische Baguette, das wir noch aus dem Paris in Las Vegas haben ...

Heiß wird es dann am nächsten Tag als wir uns immer mehr dem Death Valley, dem mit -282 Fuß tiefsten Punkt der Vereinigten Staaten nähern. Wobei nähern eine gute Beschreibung ist, denn wir schaffen es vorerst einfach nicht, in das Tal des Todes hinein zu kommen. Zwei gesperrte Straßen lassen uns mal eben locker einen Umweg von 100 Meilen fahren. Wie wir später im Visitor Center erfahren, gab es Mitte August eine schwere Überflutung, die nicht nur einige Straßen unterspült und regelrecht weggerissen hat, sondern auch zwei Menschen in ihrem Auto das Leben gekostet hat, während 400 weitere Besucher noch rechtzeitig evakuiert werden konnten. Kaum vorstellbar, dass das gerade einmal 6 Wochen her ist - mittlerweile hat die Trockenheit die Herrschaft über das Tal zurück erlangt und regiert mit eiserner Hand (bzw. Hitze).

Auch wenn wir versuchen, uns auf dem Campingplatz mitten im Death Valley ein schattiges Plätzchen zu ergattern, so ändert das nichts daran, dass auch in der Nacht das Thermometer nicht unter 30 Grad sinkt. Wobei erschwerend hinzukommt, dass kein Lüftchen geht, so dass es noch nicht einmal etwas bringt, dass wir wie häufig bei solchem Wetter mit geöffneter Heckklappe und offenen Fenstern schlafen. Dafür hören wir in der Nacht aber um so deutlicher das laute Heulen der Kojoten, die auf der Suche nach etwas Essbarem über den Campingplatz streunen. 


Straßen ins Nirgendwo ...


... wo man höchstens mal einen abenteuerlustigen Leverkusener findet.


Boulder Beach Campground im
Lake Mead National Recreation Area
Freitag, 1. Oktober 2004


Durch die Wüste des Death Valley ...


... wo Wasser Mangelware ist ...


... oder höchstens als versalzener Bachlauf existiert.


Furnace Creek Campground im
Death Valley National Park
Samstag, 2. Oktober 2004


Gut, dass wir die Dusche für eine Abkühlung dabei haben!
(man beachte bitte die praktische Shampoo-Ablage auf der Stoßstange)

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