New Orleans ...



Freitag, 5. bis Sonntag, 7. November 2004

Louisiana - unterwegs nach New Orleans

Petra:
Wir verlassen Texas und kommen nach Louisana, unserem x-ten Bundesstaat - inzwischen sind wir durch so viele Staaten gefahren, wir wissen schon gar nicht mehr, durch wie viele!

Haben wir uns durch alle Bärenwarnungen nicht abschrecken lassen und sind ohne Kratzer und Bären-Attacke davongekommen, finden wir gleich auf dem ersten Rastplatz in Louisana ein Warnschild vor Krokodilen! Na, gut dass uns das inzwischen nicht mehr erschüttern kann!

Wir fahren recht früh zum Sam Houston Jones State Park auf den Campingplatz, da wir nicht an einem Wochenende in New Orleans ankommen möchten. Es sind nur noch Tentsites frei, und da wir dazugelernt haben, wissen wir: ohne Tent - keine Site! Also wird unser Pavillon zum Zelt umgebaut, so dass wir nun ganz legitim auf dem Zeltplatz stehen dürfen. Wen geht es schon an, wo wir letztendlich schlafen!

Der Park ist wunderschön gelegen, hier in Louisana sind wir inzwischen in den Feucht- und Sumpfgebieten angelangt. Wir machen einen langen Spaziergang entlang des Feuchtgebietes auf der einen und des Calcasieu Rivers auf der anderen Seite. Kleine Wasser-Schildkröten lassen sich ins Wasser plumpsen, wenn wir vorbei kommen. Abends kochen wir an den herrlich angelegten Picknickplätzen am Flussufer und genießen eine tolle Aussicht. Danach mühen wir uns vergeblich mit sehr schlechtem Holz für ein Lagerfeuer ab und geben schließlich resigniert auf. Wir sind froh, dass wir bei der feucht kalten Nacht nicht in unserem Pseudozelt, sondern in unserem kuscheligen Bus schlafen können. Obwohl es tagsüber wieder sehr warm ist und wir strahlenden Sonnenschein haben, wird es nachts doch kalt und vor allem feucht. Na ja, wir haben ja auch November! Leider haben uns ab hier wieder die Mücken eingeholt. Wir hatten gehofft, diese nun endgültig hinter uns gelassen zu haben. Gut, dass wir unsere Produktpalette der OFF-Mückensprays etc. noch nicht entsorgt haben!

Am Morgen sitzen wir erneut am Fluss und genießen unser Frühstück. Heute ist Herbstfest im State Park, der dafür besonders hübsch und liebevoll geschmückt wurde. Überall liegen Kürbisse herum, und Tische sind herbstlich dekoriert. Das Fest schauen wir uns nach einem Morgen-Spaziergang einmal genauer an: Kürbiskegeln ist da schon das Originellste, was wir vorfinden. Daher schwingen wir uns recht zügig in unser Auto und düsen weiter Richtung New Orleans. In Lafayette biegen wir von der Interstate auf den KOA ab und erwischen einen super Platz mit Blick auf den kleinen See, um den der Campingplatz angelegt ist. Wir sitzen mit Short und Sonnentop in der Sonne, trinken Kaffee und hören Weltempfänger, waschen drei Maschinen Wäsche und lesen. Abends hauen wir zwei Steaks auf den Grill, lassen unseren Blick über den See schweifen, bevor es wieder viel zu früh dunkel wird, sitzen danach gemütlich am Lagerfeuer und lassen den Tag genüsslich ausklingen.

Am Sonntag haben wir erneut einen Galaplatz für unser Frühstück, lassen mal wieder unseren Cholesterinspiegel in die Höhe schnellen und brechen auf nach New Orleans. Das Wochenende ist fast vorbei, es wird also keine Probleme mit der Übernachtung auf dem angepeilten State Park dort geben. Unterwegs schlafen wir fast ein, weil wir - statt zu fahren - durch die eigentümliche Geschwindigkeitsregeln hier nur schleichend vorwärtskommen. Schließlich erwischen wir wieder einen tollen Platz, etwas separat und ganz für uns alleine, wo wir abends beim Lagerfeuer vier Waschbären beobachten, die zweimal über unseren Platz laufen und nach Essbarem Ausschau halten und Klaus sieht noch ein Gürteltier, das im Unterholz raschelt, neben den hundert Mücken eine nette Abwechslung!


Bayou Segnette State Park, New Orleans
Sonntag, 7. - Montag, 8. November 2004

 

Vor Krokodilen wird gewarnt! Spaziergang ...

 
... durch den State Park


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Ohne Tent - keine Site!
Sam Houston Jones State Park, Lake Charles
Freitag, 5. November 2004


Kochen und Abendessen am Fluss


Lafayette KOA, Lafayette
Samstag, 6. November 2004


unterwegs durch Sumpfgebiete


Montag, 8. bis Dienstag 9. November 2004

New Orleans - unterwegs auf dem Mississippi und auf den Spuren des Jazz


French Quarter ...


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Mit dem Steamboat Natchez auf dem Mississippi


Wasserfront am French Quarter


Jazz-Brunch im Garten


alter Friedhof im Garden District


Villa im Garden District

Petra:
Wir sind in New Orleans. Nach einem leckeren Frühstück im State Park fahren wir in die Stadt und sehen erst einmal, dass wir unser Auto gut geparkt bekommen. Schnell kaufen wir uns Tickets für den Schaufelrad-Dampfer und schlendern leichtbekleidet (es ist wieder sehr warm!) vor der Abfahrt durch das French-Quarter. Hier hat der Jazz seinen Ursprung und es ist die Touristenattraktion in der Stadt. Sehr hübsch sind die vielen bepflanzten Balkone anzusehen, ein Wahrzeichen dieses Bereiches. Gemütlich sitzen wir in der Sonne, genießen Kaffee und Teilchen aus der "französischen" Bäckerei und lauschen dem ersten Jazz. 

Dann geht es los, bevor wir das Schiff entern können, werden wir mit Musik auf einer Dampforgel begrüßt - stilvoll und originell. Wir schippern den Mississippi hinunter, entlang des riesigen Hafengeländes, vorbei an hässlichen Ecken - aber so sieht es im Hafen nun einmal aus. Auf der Fahrt zurück lauschen wir der Jazz-Kapelle an Bord - wenn schon New Orleans, dann richtig!

Zum Abschluss sehen wir uns noch den hübschen Teil an, die Wasserfront des French-Quarters und des Riverwalks. Mit der vielgelobten Streetcar - einer historischen Straßenbahn, fahren wir Richtung Parkplatz, da die Dämmerung mal wieder rasend schnell voran schreitet. 

Auf dem Campingplatz angekommen, sehen wir mit Entsetzen, dass unser Feuerholz geklaut wurde, was Klaus am Morgen erst gesammelt und bereits gestapelt hatte, damit wir es nur noch anzünden müssen. Frustriert fahren wir kurzerhand wieder zurück in die Stadt, parken diesmal direkt am French-Quarter und besuchen eine Brauerei. Bei leckerem Selbstgebrautem (nur für mich - Klaus muss ja noch fahren) und Wolf´s German Sausage Platters - Mettwürstchen mit Kartoffelgratin und Sauer- bzw. Süßkraut (alles sehr lecker) - vergessen wir unseren Ärger und lauschen der Live-Musik - natürlich wieder Jazz!

Am nächsten Morgen sparen wir uns das Frühstück, da wir heute zu einem Jazz-Brunch gehen. Wir schlemmen, bis wir kurz vor dem Platzen sind, lauschen wieder der Live-Musik und trinken ca. 17 Tassen Kaffee !!

Nach einem Verdauungsspaziergang durch das French-Quarter und dem Luis Armstrong Park fahren wir in den Garden District. Hier leben die Reichen der Stadt und haben entsprechende Häuser. Staunend spazieren wir durch das Viertel und besuchen einen alten Friedhof. Wegen des Sumpfgebietes, auf dem New Orleans errichtet ist, werden die Toten in oberirdische Mausoleen bestattet. 

Nach einem Telefonat mit der Heimat sind wir aber froh, New Orleans wieder verlassen zu können. Wir fahren weiter, bis wir kurz darauf in den Bundesstaat Mississippi kommen. Dort fahren wir direkt am Golf von Mexiko auf einen State Park, trinken noch einen Kaffee mit Blick auf das Meer, bevor wir einen gemütlichen Abend im Bus ausklingen lassen.


im Buccaneer State Park, Waveland
Dienstag, 9. November 2004


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