New York City ...


Sonntag, 20. Juni bis Donnerstag, 24. Juni 2004

Durch die Wolkenkratzerschluchten von Manhattan 

Klaus:
Spontan gefragt, was mir in New York am besten gefallen hat, fallen mir ein: die Wolkenkratzer und die Delis! 

Welches Kind hat früher nicht gerne mit Bauklötzen gespielt und versucht, möglichst hohe Türme zu bauen. Und generell hat man mit dem Bauen immer erst dann aufgehört, wenn die ganze Konstruktion anfing zu wackeln, bevor sie mit einem großen Wumps endgültig zusammengestürzt ist.

So ähnlich kommt mir New York vor: Viele grandiose Architekten, denen man Unmengen von Baumaterialien (in der Hauptsache Beton, Granit und Glas) hingelegt hat, damit sie untereinander in einen Wettbewerb treten, wer das höchste Gebäude hochziehen kann, und das auf möglichst kleiner Grundfläche. Das Ergebnis ist aber nicht mit den chaotisch zusammenbrechenden Kunstwerken meiner Kindheit vergleichbar, sondern reckt sich Hunderte von Metern über einem in die Höhe und bleibt dabei trotzdem sicher auf seinem Platz stehen. Toll! Ich bekomme gar nicht genug davon, meinen Kopf in den Nacken zu legen, um mir diese Kunstwerke anzuschauen.

  
Durch die tiefen Straßenschluchten Manhattans

Am eindrucksvollsten zeigte sich die Skyline von Midtown und Downtown Manhatten vom Observation Desk des Empire State Building. Dabei verstehen die Amerikaner es recht geschickt, einem das wahre Ausmaß der zu erwartenden Wartezeit nicht bereits zu Beginn kundzutun, sondern in immer neuen Häppchen: Erst warten wir endlos lange am Ticketoffice, danach am ersten Auszug und zu guter Letzt werden wir in einer endloser Schlange bis zum nächsten Aufzug für die letzten sechs Etagen geleitet, bis wir endlich das Observation Desk betreten können. Doch der Ausblick steht sehr wohl in einem vernünftigen Verhältnis zu den Strapazen des Wartens: Er ist genial!


Midtown Manhatten, wo auch unser Hotel liegt ...


... und Downtown Manhatten, wo früher das World Trade Center stand.

Ruhe finden wir während unseres New York Aufenthaltes immer wieder im Central Park, der gerade mal zwei Straßenzüge von unserem Hotel entfernt liegt. Besonders am Sonntag, wenn alle Straßen gesperrt sind, treffen hier die New Yorker zusammen, joggen, fahren Rad, spielen Baseball (ein Spiel, das sich mir wohl nie erschließen wird) oder finden sich zu einer spontan Drum-Session zusammen.

Wenige Stationen mit der Metro zurückgelegt, betreten wir die exotischen Straßenzüge von Chinatown, Little Italy und SoHo, wandern über die Brooklyn Bridge, um einen Blick auf die Skyline von Downtown Manhatten zu werfen, gehen weiter zum Ground Zero und zur New Yorker Börse.


Auf der Brooklyn Bridge - Downtown Manhattan im Rücken


Am 11. September 2001 haben wir die Katastrophe um das World Trade Center live in Italien am Fernseher miterlebt!

  
Gegensätze oder vielleicht auch nicht:
Eine kleine Kirche in Downtown und unweit davon die New Yorker Börse, wo das große Geld regiert!

  
Der Blick aus unserem Hotelzimmer im Park Central New York 
in der 18. Etage: geradeaus und hinab in die Tiefe


Amerikanisches Frühstück im Coffeeshop: 
Omelette mit Bratkartoffeln

  
Pulsierendes Leben am Times Square ...




... und eine Oase der Ruhe im Central Park.

New York bietet nicht nur Hochhäusern, sondern auch ...


... China Town ...


... Little Italy ...

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... oder SoHo.

Und das immer alles - bis auf wenige Ausnahmen - zu Fuß. Jeder Reiseführer warnte uns bereits im Vorfeld, dass New York eine Stadt ist, die man sich erwandern muss. Gut, dass man sich hier an jeder Ecke stärken kann! Überall findet man einen Deli oder einen Coffeeshop, in denen man schon zu Frühstück den Kaffee im Halbliter-Becher bekommt, dazu ein großes Omelette mit Toast und Bratkartoffeln. Am Nachmittag dann in ein Deli, wo man sich aus einer Unmenge von Salaten, Antipasti und warmen Gerichten ein Mahl zusammenstellen kann. Und immer bekommt man Plastikbesteck und Servietten direkt mit in die Tüte gepackt, um an der Hafenpromenade mit Blick auf die Schiffe oder im Hotelzimmer mit Blick auf den Fernsehen sich bequem zurücklegen und neue Kräfte sammeln zu können. 

Am dritten Tag retten wir uns bei strömendem Regen ins American Museum of Natural History, schauen uns den größten in einem Museum zu besichtigenden Meteoriten an, tauchen ein in die Evolution der Menschheit, erwandern uns die 6 Billion Jahre der Galaxie, schauen uns Unmengen von Dinosaurierskeletten an und freuen uns daran, dass wir diese Tiere auf unserer Tour nicht mehr zu fürchten brauchen, während uns in einer anderen Abteilung vor Augen gehalten wird, dass aber sehr wohl Gefahr droht, von  Grizzly- oder Braunbären verspeist zu werden. 


Abschied von New York am nächtlichen Times Square


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