Organ Pipe Cactus National Monument, Tucson und Saguaro National Park ...


Montag, 18. Oktober bis Mittwoch, 20. Oktober 2004

Wälder aus Kakteen

Klaus:
Kaum vorstellbar, doch als wir die kalifornische Küste verlassen und nun entlang der mexikanischen Grenze wieder Richtung Osten fahren, regnet es in Strömen. Selbst auf höchster Geschwindigkeit muss unser Scheibenwischer ordentlich kämpfen. Gut, dass wir die neuen Reifen haben! Doch schon eine Stunde später haben wir uns nicht nur über die ersten Berge gequält, sondern auch das Thermometer hat sich von 11 Grad wieder an die 30 Grad Marke herangequält. Die ersten Riesenkakteen zeigen sich ab und zu am Straßenrand und am Abend übernachten wir nach langer Zeit wieder in der Wüste Arizonas. Die Kojoten heulen und die Sterne leuchten über uns - die Einsamkeit hat uns wieder eingeholt!

Ein weiter Abstecher führt uns am Dienstag zum Organ Pipe Catus National Monument - meterhohe Kakteen, die in Amerika nur an dieser Stelle in nennenswerter Zahl vorkommen. Anders als die bekannten Saguaros, die man bei uns als Karikatur mit dicken Kulleraugen und aufgesetztem Sombrero kennt, besteht der Organ Pipe aus einem großen Strauß stacheliger Arme, die gut vier Meter in die Höhe ragen, sich aber nicht weiter verzweigen. Doch entlang der abenteuerlichen Schotterstrecke des Ajo Mountain Drive sehen wir nicht nur die Organ Pipes, sondern regelrechte Wälder von Saguaros und Chollas vor der Bergkulisse der Ajo Mountains. Unser Campground liegt stilgerecht mitten zwischen großen Kakteen und wartet mit massiven Warnungen vor Klapperschlangen auf: Auf keinen Fall soll man in der Nacht ohne Taschenlampe über den Campingplatz gehen. Schauen wir mal, ob wir Morgen früh noch leben ...


Auf einen Blick von links nach rechts:
Organ Pipe, Cholla und Saguaro Kaktus

 
Gewisse Ähnlichkeiten der Saguaros mit lebenden Persönlichkeiten ist rein zufällig ...

Wie immer wird hier alles nicht so heiß gegessen wie gekocht, soll heißen: Uns hat keine Klapperschlange verschlungen, und das, obwohl es hier so schnell dunkel wird.

Bei einer Polizeikontrolle muss auch Petra lernen, dass ein grüner VW-Bus nicht zur Durchfahrt aller Sperren berechtigt - der verdutzte Ausdruck auf dem Gesicht des Polizisten als Petra lächelnd winkend an ihm vorbei fährt, wäre eigentlich ein Foto wert gewesen. Dabei will er nur unsere Pässe kontrollieren, da wir gerade aus Richtung der mexikanischen Grenze kommen. Kein Wunder, dass er die Kontrolle bei mir am Beifahrerfenster fortsetzt!

In Tucson verzichten wir zwar auf die vorgenommene Besichtigung der Old Tucson Studios (bekannt als Filmkulisse etlicher Western - u. a. auch "Unsere kleine Farm"), da wir schon etwas spät dran sind, nehmen uns aber dafür umso mehr Zeit für einen Besuch des Arizona Sonara Desert Museums. Einmalig, wie das Gelände dieses Open Air Museums angelegt ist; neben der vielfältigen Wüstenflora bekommen wir viele Tiere zu sehen, wie den Berglöwen, den Schwarzbären, Widder, Biber und Otter. Wir wandern durch einen riesigen Vogelkäfig, schauen uns hinter sicherem Glas alle möglichen Arten von Klapperschlangen an, die hier vorkommen, kriechen durch enge Höhlen und durchstreifen die Wüste mit Kojoten und Wildschweinen. Ein absolut sehenswerter Park!

Stilgerecht verbringen wir die Nacht wieder auf einem Wüsten-Campingplatz und während wir im Dunkeln noch draußen am Tisch sitzen, wirft Petra ab und zu mit der Taschenlampe einen vorsichtigen Blick unter den Tisch, um nach Kangaroo Rats und Klapperschlangen Ausschau zu halten ...


Blick aus dem Wagenfenster auf die 
Imperial Sand Dunes Kaliforniens


The Oasis R. V. Park in Dateland
Montag, 18. Oktober 2004


Ja, sind wir denn schon in Mexiko?
Kirche in der Nähe der mexikanischen Grenze in Ajo


Traumhafter Campingplatz im Organ Pipe National Monument
Dienstag, 19. Oktober 2004


Seit 7 Monaten auf 4 qm und immer noch total verliebt!

 
Hat hier irgendjemand etwas zu Essen dabei?


Gilbert Ray Campground im Tuscon Mountain Park
Mittwoch, 20. September 2004

Donnerstag, 21. Oktober 2004

- Saguaro National Park


Der erste Kaffee, so kann ein Tag beginnen ...


Saguaro Katkus


Durch den Saguaro NP

Petra:
Da unser Kühlschrank zu leer ist, um ihm noch etwas entnehmen zu können, verzichten wir auf das Frühstück und trinken statt dessen nur eine Tasse Kaffee - dafür wird diese mir noch im Bett serviert!

Danach fahren wir durch den Saguaro National Park, der uns aber - wo wir kurz vorher durch den Organ Pipe Cactus Park gefahren sind - nicht mehr so beeindruckt. 

Trotzdem düsen wir durch den National Park, der Himmel dunkel vor lauter Regenwolken. Hin und wieder scheint die Sonne durch, dies ergibt einen klasse Foto-Kontrast!

Danach fahren wir den nächsten Wal-Mart an und füllen wieder Kühlschrank, Vorrats-Sitztruhe und -Schrank. So haben wir wenigstens für die nächsten Tage unser Überleben gesichert! In Tucson finden wir auch endlich mal wieder eine Public Library, in der wir unsere Homepage aktualisieren können!

So vergeht der Tag mit Erledigungen und wir sind froh, als wir abends auf dem Campingplatz unseren gerade gekauften frischen Fisch machen können, leider bei Nieselregen und heftigem Wind, was das Kochen draußen erschwert, aber dem Geschmack glücklicherweise nicht schadet!


Benson KOA Kampground
www.bensonkoa.com
Donnerstag, 21. Oktober 2004


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