Petrified Forest, Canyon de Chelly , Lake Powell ...



Mittwoch & Donnerstag, 7. & 8. September 2004

Erledigungen

Klaus:
Wir können wieder Fotos machen! Gott sei Dank hat die bilderlose Zeit nicht zu lange gedauert - Petra kann endlich wieder über mich lästern, wenn ich versuche die Japaner zu überbieten, indem ich mindestens dreimal so viele Bilder mache. Und so, wie sich das für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gehört, haben wir das aktuelle Top- und Nachfolgemodell unserer alten Kamera gekauft: Eine PENTAX Optio S4i. Viel kleiner als eine Zigarettenschachtel hat das Teil allen möglichen Schnick und Schnack. Nun können wir Filme (mit Ton) bis zu 30 Minuten drehen, jedes Bild mit akustischen Infos versehen, haben Filter für alle Lebenslagen und außerdem noch einen Wecker und ein Diktiergerät (Manfred, das Teil muss ich Dir dann mal Weihnachten genauer vorführen - bring Deinem Hund bis dahin das Bellen bei, damit wir das dokumentarisch festhalten können). Nachteil bei diesem Modell ist leider nur, dass wir weder die alte Speicherkarte, noch die alten Akkus verwenden können (dabei hatten wir uns gerade in San Francisco für 50 Dollar einen Zusatzakku gekauft).

Unser Auto will derzeit leider nicht mehr ganz so, wie wir das wollen - und damit meine ich nicht, die Beule in der Beifahrertür, die uns irgendjemand in unserer Abwesenheit reingedonnert hat, oder der Riss in der Windschutzscheibe, den wir heute durch einen Steinschlag abbekommen haben. Irgendwie verliert der Wagen immer mehr an Power.  Daran ändert allerdings  der Ölwechsel, den wir heute haben machen lassen. Zusätzlich werden wir wohl den sehr stark verschmutzten Luftfilter wechseln lassen, für den wir heute aber leider keinen Ersatz bekommen. Wenn es nicht mehr weitergeht, müssen wir halt doch Gerhard aus Leverkusen einfliegen lassen.

Wie man sehen kann, haben wir eineinhalb Tage in Flagstaff gut genutzt, um etliche Erledigungen zu machen. Nicht nur die neue Kamera und das Auto standen auf dem Programm, sondern auch Internet-Updates, E-Mails, Fotos auf CD brennen lassen (geht hier hervorragend im Wal Mart), erste Erkundungen zu unserem Hotel in Las Vegas und Auffüllen der Lebensmittelbestände. 

Da geraten die zwei National Monuments, die wir uns angeschaut haben, schon fast ins Hintertreffen: Einmal der Sunset Crater, der vor rund 1.000 Jahren das letzte Mal ausgebrochen ist, von dem aber immer noch genau die Lavaströme zu sehen sind (eigentlich eine gute Gelegenheit, um mal wieder die Lavasteine in unserem Gasgrill zu Hause aufzufüllen - die liegen hier nämlich zu Millionen herum). Ein kleiner Weg, der mal wieder toll angelegt ist (wie in allen National Parks), zeigt einem interessante Querschnitte der unterschiedlichen Ausprägungen. 

Das zweite National Monument - der Walnut Canyon - führt uns 800 Jahre zurück in die Zeit der Sinagua Indianer, die hier in sogenannten cliff dwellings, Häusern aus Stein und Lehm in überhängenden Steilwänden gelebt haben. Der Pfad vorbei an diesen historischen Unterkünften ist zwar nicht lang, lässt einen aber angesichts von 160 Treppenstufen und 61 Höhenmeter doch ganz schön ins Schwitzen kommen.


Flagstaff KOA
www.flagstaffkoa.com
Mittwoch, 7. September 2004


So was gibt es nur in Amerika:
Der Hinweis an einer öffentlichen Bibliothek, dass man keine Waffen mit hinein nehmen darf!


"cliff dwellings" im Walnut Canyon National Monument


Campground Homolovi Ruins State Park
Donnerstag, 8. September 2004

Freitag, 9. September 2004

Versteinerte Welt


200 Millionen Jahre altes Holz


Ein 40.000 kg schwerer Baumstamm


Hier stand früher mal ein riesiger Wald


Erinnerungen an die Badlands werden wach


Die Hubbell Trading Post in Ganado, 
auch ein National Monument

Klaus:
Vor über 200 Millionen Jahren, im Triaszeitalter, wurde hier im Nordosten Arizonas ein riesiger Wald in Stein verwandelt. Dafür bedurfte es keines bösen Zaubers, sondern ich vermute mal, dass hier ein ähnlicher Prozess stattgefunden hat, wie bei der heimischen Steinkohle: Die Bäume versinken im Sumpf (oder vielleicht auch unter Vulkanasche) und da der Sauerstoff fehlt, setzt kein Verrottungs- sondern ein Umwandlungsprozess ein. Im Falle des Petrified Forest wurde mit Hilfe von Kieselsäure Holz in Stein verwandelt. Mittlerweile ist dieses Land keine grüne Oase mehr, sondern eine Halbwüste, mit nur sehr geringer Vegetation, ein paar Kakteen und niedrigen Büschen.

Doch die versteinerten Baumstämme sehen aus, als wären sie gerade erst frisch geschlagen und wären nur noch nicht für die Weiterverarbeitung eingesammelt worden. Die Rinde ist ganz deutlich zu erkennen und man sieht genau, wo einmal die einzelnen Äste aus dem Baum ragten.

Überall liegen die Baumstücke auf dem Boden herum, doch es ist strengstens verboten, sich Versteinerungen mitzunehmen. Und es spricht sehr für die Amerikaner, dass dies auch wirklich eingehalten wird, auch wenn keine Kontrolle durch die Nationalparkverwaltung erfolgt.

Wir begeben uns auf insgesamt drei kleinere Wanderungen, nicht nur durch urzeitliche Wälder, sondern auch durch ein Gebiet, dass sehr an den Badlands Nationalpark im Norden Amerikas erinnert. Wir sehen kleinere Eidechsen und eine Hinweistafel informiert uns über die interessante Tatsache, dass diese Echsen in ihrer Form unverändert schon so lange hier leben, dass sie die Bäume noch als lebende Gebilde kennen gelernt haben - also schon seit 200 Millionen Jahren!

Wir erreichen noch am gleichen Tag das riesige Reservat der Navajo-Indianer, besuchen die älteste Handelsstation Amerikas - die Hubbell Trading Post in Ganado - und kommen am Abend zum Canyon de Chelly National Park, den wir uns Morgen anschauen werden. Für die Indianer spricht auf jeden Fall schon einmal, dass hier der für uns erste Campingplatz in den Vereinigten Staaten ist, der keine Gebühren verlangt - und das sogar bei annehmbarer Sanitärausstattung (wenn auch wieder ohne Duschen).


Cottonwood Campground im Canyon de Chelly
Freitag, 9. September 2004


Samstag, 10. Septembber 2004

Navajo-Land

 
Durch den Canyon de Chelly ...


... und durch das "Indianerland" von Arizona

Sonntag, 11. bis Dienstag, 13. September 2004

Poolurlaub


Wir genießen vier herrlich faule Tage am Lake Powell


Wahweap Campground im Glen Canyon National Recreation Area
Samstag, 10. - Dienstag, 13. September 2004

Klaus:
Ach, was ist das schön. Wir faulenzen drei volle Tage am Lake Powell. Liegen fast den ganzen Tag am Swimmingpool des in der Nähe liegenden Hotels, wandern ein wenig am Seeufer entlang, schauen uns den Glen Canyon Damm an und verbringen zwei schöne Abende mit Sabine und Matthias aus Würzburg. 


Lake Powell


Besichtigung des Glen Canyon Damms


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